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Paris Region: die französische Region mit den meisten ausländischen Investitionen 2008

am 8. April 2009

Der Großraum von Paris lockt – entgegen der mit der Wirtschaftskrise verbundenen Befürchtungen – auch weiterhin zahlreiche ausländische Anleger an.

© Paris Tourist Office - Photographe Jacques Lebar

Wenn die Pariser Großstadtregion gegenwärtig besser der Krise widersteht als hochspezialisierte und auf diese Weise sehr exponierte große Weltmetropolen, so bleibt sie dennoch nicht von deutlichen Verschlechterung der einheimischen und internationalen Wirtschaftslage verschont. Die Fähigkeit, neue Investitionsvorhaben anzulocken, stellt ein wichtiges Element für die Antwort auf die Krise dar. Neue ausländische Direktinvestitionen (ADI) schaffen Arbeitsplätze. Darüberhinaus liefern sie durch die umweltfreundliche Umgestaltung der Wirtschaft (Branche sauberer Technologien) einen wichtigen Beitrag zur Neuerfindung unseres hauptstädtischen Entwicklungsmodells, da das Forschungs- und Innovationspotential der Hauptstadtregion angeregt bzw. neue Dienstleistungen angeboten werden. Sie bereiten den Ausstieg aus der Krise vor, unterstreicht Denis Tersen, Generaldirektor der Wirtschaftsagentur der Paris Region.

"Die vornehmlich im Bereich mobiler Investitionen aus dem Ausland tätige Wirtschaftsagentur der Paris Region begrüßt die positive Bilanz 2008 im Kontext einer weltweit wie in Frankreich rückläufigen Wirtschaftsentwicklung. Starke Hauptstadtregionen wie die Großräume Paris oder London müssen künftig ihr Dienstleistungsangebot an Unternehmen und ihre Attraktivität überdenken. Jenseits von neuen Vorhaben misst sich dies auch an der Fähigkeit, bereits getätigte Investitionen in ihrer jeweiligen Region zu verankern und die Umwälzungen der wirtschaftlichen Strukturen adäquat zu begleiten".

Mehr ausländische Unternehmen
Mit 208 neuen Vorhaben in der Form von der Gründung, Ausweitung und Übernahme von Wirtschaftsstandorten im Jahr 2008 hat Paris Region ihre Attraktivität gegenüber internationalen Unternehmen unter Beweis gestellt.
Da die aktuelle Krise die Anleger zur Vorsicht antreibt, waren ausländische Investitionsvorhaben im Großraum Paris im Hinblick auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze durchschnittlich kleiner als im Jahr 2007 und erforderten eine weniger hohe Anzahl von Neueinstellungen (durchschnittlich 40 Arbeitsplätze pro Vorhaben im Jahr 2008 gegenüber 57 in 2007). Die Anzahl geschaffener bzw. erhaltener Arbeitsplätze in 2008 ist damit um 20% zurückgegangen: von 10 400 im Jahr 2007 auf 8 300 geschaffene bzw. erhaltene Arbeitsplätze in 2008 (das entspricht 26% der landesweiten Gesamtzahl). Dieser Rückgang erklärt sich in der Paris Region durch das Fehlen von Unternehmensübernahmen durch ausländische Unternehmen.

                            evolution des emplois créés par les rachats et rachats extension
Es ist wichtig zu unterstreichen, dass es sich bei den 208 in der Paris Region erfaßten Vorhaben um 154 neugeschaffene ausländische Unternehmen handelt - ein hervorragendes Ergebnis, die als Beweis für die fortwährend hohe Attraktivität der Region für ausländische Unternehmen gewertet werden kann. Vor allem aber steigt die Anzahl von Arbeitsplätzen durch die Schaffung ausländischer Unternehmen seit 6 Jahr kontinuierlich an:

 2003  - 1 982 Arbeitsplätze
 2004  - 2 642 Arbeitsplätze, das entspricht +33%
 2005  - 3 774 Arbeitsplätze, das entspricht +43%
 2006  - 3 808 Arbeitsplätze, das entspricht +1%
 2007  - 4 209 Arbeitsplätze, das entspricht +11%
 2008  - 4 401 Arbeitsplätze, das entspricht +5%

Desgleichen ist die Anzahl neuer Arbeitsplätze durch die Ausweiterung ausländischer Unternehmen zwischen 2007 und 2008 um 12,5% gestiegen.

Der Pariser Großraum bleibt unbestreitbar eine Region für Neuvorhaben und die Entwicklung internationaler Investitionen: im Jahr 2008 sind 98% der Arbeitsplätze aus der Schaffung bzw. Ausweitung ausländischer Unternehmen entstanden (im landesweiten Durchschnitt beträgt dieses Verhältnis nur 67%).

répartition des emplois IDE en IDF par type d'opération 

Geografische Herkunft der Investitionen: Paris Region, eine einladende Region für Unternehmen aus fernen Regionen und Schwellenländern.

Unter den wichtigsten ausländischen Investoren, die Geschäftstätigkeiten in der Paris Region ankurbeln, ist dasselbe Trio anzutreffen wie im Vorjahr: USA, Großbritannien, Deutschland. Sie allein machen 50% der im Pariser Großraum umgesetzten Vorhaben aus (108), während die Vereinigten Staaten ein Drittel der in der Paris Region geschaffenen bzw. erhaltenen Arbeitsplätze stellen.

                                       spécialisation de l'IDF par origine géographique des implantatio

Trotzdem der europäische Kontinent der größte Förderer von Unternehmensansiedlungen bleibt, behauptet sich Asien mit 18% der Vorhaben und 16% geschaffener Arbeitsplätze, wobei drei asiatische Länder (Japan, Indien, China) zu den 10 größten Anleger in der Paris Region zählen. Erstmals zählt Indien zu den 10 wichtigsten Ländern, aus denen diese Investitionen stammen. Der Großraum Paris zieht verhältnismäßig mehr Unternehmen aus Schwellenländern an als der Rest der französischen Wirtschaft. Da diese immer deutlicher als wirtschaftliche Akteure in den Vordergrund treten werden, ist dies ein optimistisches Zeichen für die Zukunft. Allgemein verhält es sich so, dass aus je ferneren Regionen die Anleger stammen, desto größer ist die Chance, dass sie sich in der Paris Region niederlassen, die in direktem Wettbewerb mit anderen europäischen Metropolen steht und dieselbe Stellung wie London einnimmt.

Wirtschafts- und Unternehmenszweige: Wesenszüge einer Weltmetropole

Im Allgemeinen zählen neue Vorhaben in der Paris Region an zum Dienstleistungssektor - insbesondere zum Bereich finanzielle Dienstleistungen -, zu Beratungs- und Informatikdienstleistungen. Diese drei beherrschenden Wirtschaftszweige haben im Jahr 2008 105 schlüsselfertige Projekte hervorgebracht, die für 65% der im Großraum Paris geschaffenen bzw. erhaltenen Arbeitsplätze verantwortlich sind.


Ort(e) :
Essonne (91), Hauts-de-Seine (92), Paris (75), Seine-Saint-Denis (93), Seine-et-Marne (77), Val-d'Oise (95), Val-de-Marne (94), Yvelines (78)

Aktualisierung am 12. Juli 2011

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Frédérique de BAST

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